Fotografieren bei Schulveranstaltungen

Problemstellung
Insbesondere bei Schulveranstaltungen gibt es gegenläufige Interessen: Interesse an Erinnerungsfotos vs. Persönlichkeitsrechte.
Fotografieren für rein private Zwecke ist zwar grundsätzlich weder nach DSGVO noch nach KUG verboten; aber: Es entspricht der Lebenswirklichkeit, dass viele Eltern bei Schulveranstaltungen fotografieren und ihre Aufnahmen im Internet publizieren (z.B. auf facebook, instagram etc…). Die Betroffenen können sich – anders als außerhalb der Schule – den Fotografierenden nicht „entziehen“, weil sie faktisch an der Veranstaltung teilnehmen „müssen“. Es stellt sich daher die Frage, inwieweit die Schule das Fotografieren auf Schulveranstaltungen zulassen darf bzw. ob sie auf der Grundlage ihres Hausrechts regelnd einschreiten muss.
Lösungsansätze
  • Einwilligung von allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern bzw. deren Erziehungsberechtigten, dass während der Veranstaltung Aufnahmen gemacht werden dürfen.
  • Sofern das ausscheidet: Beschränkung von Aufnahmen auf die Schülerinnen und Schüler, für die eine Einwilligung vorliegt (z.B. bei Schulaufführungen: die Schule ersucht die Eltern, während der Aufführung keine Bilder anzufertigen; im Anschluss „Fototermin“ mit denjenigen, die eingewilligt haben
  • Ausschließlich die Schule fotografiert und stellt die Bilder der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung, von denen entsprechende Einwilligungen vorliegen
  • Die Schule schränkt das Fotografieren/Filmen auf Schulveranstaltungen auf Grundlage ihres Hausrechts ein oder untersagt es im Interesse des grundrechtlichen Schutzauftrags
  • Hinweis der Schule, dass Aufnahmen nur für private Zwecke genutzt werden dürfen. Problem hierbei: Ist die Verlagerung der Verantwortlichkeit zulässig?